Direkte Nachbarschafts- und Kontaktarbeit zur Verhinderung häuslicher Gewalt
17
Februar
2014

Aufklärung über häusliche Gewalt, um diese zu verhindern und um betroffenen Familien bestmöglich zu helfen beginnt im direkten Lebensumfeld der Menschen. Aus diesem Grund geht Sunia Geel 2 in Stuttgart direkt in die Stadtteile. Dort sind Frauen und Kinder, Männer und Jungen unabhängig von Herkunft, Einkommen, Bildung und Beruf am besten zu erreichen. Im Rahmen von Sunia Geel 2 werden gezielt Multiplikatoren geschult, um in der direkten Quartiersarbeit bestmöglich über häusliche Gewalt Bescheid zu wissen und helfen zu können.

 

Am 20. Februar 2014 trafen sich Multiplikatoren, Vertreterinnen und Vertreter der Stadtteilarbeit, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie kommunale Expertinnen und Experten in Stuttgart-Rot im Bürgerhaus. Mit einem neuen Konzept sollen in den Stadtteilen Kinder und Jugendliche erreicht werden, die zu Hause Gewalt zwischen den Eltern erleben oder dies bei ihren Freunden mitbekommen. Sie sollen gestärkt beziehungsweise sensibilisiert werden und Hilfsangebote kennenlernen. Außerdem wollen wir sie befähigen, Konflikte gewaltfrei und fair zu lösen, um nicht selbst in ihren eigenen, späteren Partnerbeziehungen Gewalt auszuüben beziehungsweise zu erdulden.

 

Dazu ist es nötig, auch das soziale Umfeld der Kinder und Jugendlichen wie Schule, Kita, offene und mobile Jugendarbeit, religiöse und kulturelle Zentren, Vereine, die Nachbarn, das Quartier, die Politik, kurz „die Öffentlichkeit“ für dieses Thema zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln.

 

Eingebunden sind der Bezirksvorsteher, die Beauftragte für Chancengleichheit der Stadt Stuttgart, das Kinderschutz-Zentrum, die Fachberatungsstelle Gewaltprävention, das Polizeipräsidium Stuttgart, FrauenFanal, das Jugendamt, Jugendhäuser, Schulen, Vereine und Migrantengruppen.

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